Seit vielen Jahren steht oberhalb von Schalkenbach, an einem idyllischen Ort, die Maisbüschkapelle. Am 1. Mai konnte sie ihr 75 jähriges Jubiläum feiern. Bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein hatten hunderte Gäste den Weg von nah und fern auf sich genommen um der heiligen Messe anläßlich dieses Jubiläums beizuwohnen.
In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Kapelle von Peter Hartung mit viel Geduld und Geschick erbaut und wurde schnell zum Anziehungspunkt für viele Gläubige aus den umliegenden Orten. Drei Jahre dauerte der Bau, der größtenteils von ihm alleine durchgeführt wurde. Am 27. Mai 1951 wurde die Kapelle dann feierlich eingeweiht.
In einer großen Prozession zogen damals viele Gläubige von der Pfarrkirche in Königsfeld aus zum Maisbüsch wo der damalige Pfarrer Heil die Segnung vornahm. In dieser Prozession wurde auch die heutige Marienstatue (eine Darstellung der schmerzhaften Mutter Gottes) zur Kapelle gebracht und steht seitdem in deren Innenraum.
Getragen wurde sie damals von 4 jungen Frauen - Margarete Thelen, Luzia Nohles, Anneliese Ockenfels sowie Hedwig Ackermann - von denen heute noch alle am Leben sind und die sich eines stolzen Alters von 90 Jahren und mehr erfreuen dürfen. Drei von Ihnen haben es sich an diesen Tag nicht nehmen lassen, der heiligen Messe beizuwohnen.
In den zurückliegenden Jahren hat allerdings der Zahn der Zeit der Kapelle schon ein wenig zugesetzt. Vor diesem Hintergrund haben sich im Vorfeld viele ehrenamtliche Helfer zusammengefunden, um sich der kleinen Kapelle anzunehmen und sie für das Jubiläum hübsch herzurichten. Angefangen von der Renovierung der Sitzbänke und der Neugestaltung des Vorplatzes sowie der Errichtung einer neuen Treppenanlage im letzten Jahr, mündete diese große Hilfsbereitschaft heuer in der Neugestaltung des Eingangsbereichs der Kapelle. Ebenso wurde die Tür wieder in ihrer alten Farbe neu gestrichen und ein neues schmiedeeisernes Kreuz erhebt sich nun auf dem Kapellendach.
Im Anschluß an dem Gottesdienst, der von der Bläsergruppe des Hegerings Niederzissen musikalisch untermalt wurde, nutzte Ortsbürgermeister Weber die Gelegenheit sich im Namen der Ortsgemeinde bei den vielen Helfern und Stiftern zu bedanken.
Bei Kaffee und Kuchen standen die vielen Gäste noch einige Zeit zusammen bevor man den wunderschönen Tag ausklingen ließ und die alte Beschaulichkeit wieder an der Kapelle Einzug halten konnte. Frisch renoviert wird sie nun hoffentlich noch vielen Generationen erhalten bleiben und auch zukünftig den Menschen ein Ort der Besinnung, der Einkehr und der Dankbarkeit sein können. Ganz im Gedenken an den Erbauer Peter Hartung:
Drückt Dich ein Weh – zur Mutter geh!
Sag es ihr – so hilft sie Dir.